Eine gute Sonnenbrille muss nicht teuer sein. Ob sie etwas taugt, entscheiden nicht Preis und Logo, sondern der UV-Filter, die passende Tönung und eine Fassung, die den Alltag aushält. Hier erfährst Du, woran Du günstige Sonnenbrillen mit gutem UV-Schutz erkennst und wo Du mit kleinem Budget am besten sparst.
Das Wichtigste in Kürze
- Achte auf die Angabe UV400 (oder „100 % UV-Schutz“) und das CE-Zeichen. Das gilt für günstige Modelle genauso wie für teure.
- Die Filterkategorie von 0 bis 4 sagt, wie dunkel das Glas ist, nicht wie gut es UV-Strahlung filtert. Für den Sommer passt meist Kategorie 2 oder 3.
- Qualität zeigt sich an stabilen Scharnieren, sauberen Kanten und Gläsern, durch die gerade Linien gerade bleiben.
- Sparen kannst Du im Sale und bei Vorjahresmodellen bekannter Marken. Nicht sparen solltest Du am nachgewiesenen UV-Schutz.
Woran Du günstige Sonnenbrillen mit gutem UV-Schutz erkennst
Ob eine Sonnenbrille UV-Strahlung zuverlässig filtert, siehst Du den Gläsern nicht an. Auch sehr dunkle Gläser können UV-Strahlung durchlassen. Das ist wichtig, weil sich hinter dunklen Gläsern die Pupille weiter öffnet: Fehlt der UV-Filter, kann dadurch mehr UV-Strahlung ins Auge gelangen. Verlass Dich deshalb auf die Kennzeichnung, nicht auf die Farbe des Glases.
UV400 und CE-Zeichen: das Minimum
UV400 heißt, die Gläser filtern UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern, also UVA- und UVB-Strahlung. Das CE-Zeichen zeigt, dass die Brille die europäischen Anforderungen an Sonnenbrillen erfüllt (Norm EN ISO 12312-1). Dazu gehört auch die Angabe der Filterkategorie, meist auf der Innenseite des Bügels, etwa „Cat. 3“.
Fehlen diese Angaben, etwa bei Brillen vom Strandverkauf oder aus unklaren Quellen, ist der UV-Schutz ungewiss. Wie viel UV-Strahlung Deine Brille durchlässt, kann ein Optiker mit einem Messgerät prüfen. Mehr über UVA, UVB und Co. erfährst Du im Artikel Das kleine ABC der UV-Strahlen.
Filterkategorie: Wie dunkel soll das Glas sein?
Die Filterkategorie gibt an, wie viel sichtbares Licht das Glas durchlässt. Mit dem UV-Schutz hat sie nichts zu tun: Auch eine Sonnenbrille mit hellem Glas kann UV400 haben.
| Kategorie | Lichtdurchlässigkeit | Geeignet für |
|---|---|---|
| 0 | 80–100 % | klare oder fast klare Gläser, Mode, trübes Wetter |
| 1 | 43–80 % | helles Glas für bewölkte Tage und die Stadt |
| 2 | 18–43 % | mittlere Sonne, Alltag in Mitteleuropa |
| 3 | 8–18 % | kräftige Sonne, Sommer, Strand, Urlaub im Süden |
| 4 | 3–8 % | extreme Helligkeit im Hochgebirge und auf Gletschern, nicht für den Straßenverkehr |
Für den Alltag ist Kategorie 2 oder 3 die richtige Wahl. Willst Du nur eine Sonnenbrille für den Sommer, nimm Kategorie 3.
Polarisation: angenehm, aber kein Muss
Polarisierte Gläser reduzieren Blendung durch Spiegelungen, etwa auf Wasser, Schnee oder nasser Straße. Für den UV-Schutz sind sie nicht nötig, denn der hängt allein vom UV-Filter ab. Bist Du oft am Wasser oder im Schnee, lohnt sich ein polarisiertes Modell trotzdem. Wie das funktioniert, erklärt unser Artikel über polarisierte Brillengläser.
Qualität bei Fassung und Gläsern: Scharniere, Material, Verarbeitung
Eine günstige Sonnenbrille soll nicht nach einem Sommer auseinanderfallen. Diese Punkte kannst Du schon beim Auspacken prüfen:
- Scharniere: Gute Scharniere sind aus Metall, verschraubt oder vernietet und bewegen sich gleichmäßig, ohne Spiel. Federscharniere geben etwas nach und verzeihen es, wenn Du die Brille mit einer Hand aufsetzt. Wackelige oder nur eingeklebte Scharniere sind ein Warnsignal.
- Verarbeitung: Die Kanten sind glatt, Lack und Farbe gleichmäßig, die Gläser sitzen fest. Legst Du die Brille mit geöffneten Bügeln umgedreht auf den Tisch, liegen beide Bügel auf.
- Passform: Die Brille sitzt fest, ohne zu drücken, und deckt die Augen gut ab. Große, leicht gebogene Gläser oder eine Monoglas-Sonnenbrille mit einem durchgehenden Glas lassen weniger Licht von der Seite herein.
Fassung: Acetat, Kunststoff oder Metall
Acetat ist ein hochwertiger Kunststoff auf Zellulosebasis. Es fühlt sich angenehm an, hat eine satte Farbtiefe und lässt sich vom Optiker anpassen. Spritzguss-Kunststoff ist leicht und günstig herzustellen, je nach Qualität aber weniger formstabil. Metall wie Edelstahl oder Titan ist dünn, leicht und robust. Achte hier auf gut sitzende Nasenpads.
Glasmaterial: Kunststoff, Polycarbonat oder Mineralglas
Die meisten Sonnenbrillen haben Gläser aus Kunststoff. Sie sind leicht und bruchfester als Glas, verkratzen aber leichter. Polycarbonat ist besonders schlagfest und deshalb bei Sportbrillen verbreitet. Mineralglas ist kratzfest und optisch sehr klar, aber schwerer.
Für die optische Qualität gibt es einen einfachen Test: Halte die Brille auf Armlänge und schau durch ein Glas auf eine gerade Kante, etwa einen Türrahmen. Bewegst Du die Brille langsam hin und her, darf sich die Linie nicht verbiegen oder wellen.
Wo Du bei Sonnenbrillen sparen kannst: Sale und Vorjahresmodelle
Sparen solltest Du nicht an der Qualität, sondern über den Zeitpunkt und die Auswahl. Drei Wege zu einer guten Markenbrille für ein kleines Budget:
- Sale: Reduziert werden oft Modelle, die Platz für eine neue Kollektion machen. Am Produkt selbst ändert der Rabatt nichts.
- Vorjahresmodelle und Auslauffarben: Viele Marken bringen jedes Jahr neue Kollektionen heraus. Modelle und Farben der letzten Saison sind dann oft günstiger, obwohl sie kaum anders aussehen.
- Zeitlose Formen: Pilotenbrille, eckige Modelle im Wayfarer-Stil oder runde Panto-Formen gehen nicht aus der Mode. So hast Du länger etwas von Deinem Kauf.
Vorsicht bei Markenbrillen zum Spottpreis von unbekannten Händlern: Bei Fälschungen ist ohne Nachweis unklar, ob sie überhaupt UV-Schutz haben. Woran Du ein Original erkennst, zeigt unser Ratgeber gefälschte Brillen erkennen.
Markenbrillen im Sale: Diese Marken findest Du gerade reduziert
Im Sonnenbrillen-Sale von Edel-Optics sind derzeit Modelle ganz unterschiedlicher Marken reduziert. Das Angebot wechselt laufend, deshalb hier nur ein Überblick:
- Levi’s: Die Jeansmarke hat Sonnenbrillen für Damen und Herren und ist im Sale mit mehreren Modellen vertreten, etwa der LO26803 und der LO22393.
- Le Specs: Die australische Marke ist für auffällige Retro-Formen bekannt, im Sale zum Beispiel mit den Modellen Impala, Float Away und Entitlement.
- Sportlich und lässig: Converse, Puma, Superdry und Scotch & Soda.
- Elegant: Longchamp, Moschino und Esprit.
- Luxusmarken: DITA, etwa mit der Grandmaster-Seven, und die Porsche Design P8508 in der EdelOptics Limited Edition.
Eine Auswahl der aktuell reduzierten Modelle siehst Du hier:
Levis LO22395 0524,90 € 79,00 €
Porsche Design EdelOptics Limited Edition (P8508 EO)150,00 € 250,00 €
Levis LO26803 0224,90 € 99,00 €
Levis LO26791 0224,90 € 99,00 €
Converse SCO284Q BLGO24,90 €
Levis LO22393 0424,90 € 79,00 €
Levis LO26798 0224,90 € 99,00 €
Levis LO26813 0424,90 € 69,00 €Häufige Fragen zu günstigen Sonnenbrillen
Haben günstige Sonnenbrillen einen schlechteren UV-Schutz?
Nicht unbedingt. Entscheidend sind die Angabe UV400 und das CE-Zeichen, nicht der Preis. Bei teureren Modellen zahlst Du vor allem für Marke, Design, Material und Verarbeitung.
Welche Marke soll ich wählen, wenn das Budget klein ist?
Achte zuerst auf UV400, CE und eine solide Verarbeitung, dann auf die Marke. Gute Chancen auf eine stylische Markenbrille für wenig Geld hast Du im Sale, derzeit etwa bei Levi’s, Le Specs, Converse, Esprit oder VOOY by edel-optics.
Wie hält eine günstige Sonnenbrille lange?
Bewahre sie im Etui auf und leg sie nie mit den Gläsern nach unten ab. Lass sie nicht im heißen Auto liegen und reinige die Gläser mit Wasser und einem Mikrofasertuch statt mit dem T-Shirt.




