UV-Strahlung ist unsichtbar, aber messbar: UV-A, UV-B und UV-C unterscheiden sich in der Wellenlänge und darin, wie viel davon bei uns ankommt. Hier erfährst Du, welche Wellenlängen zu welcher Strahlung gehören, was der UV-Index aussagt und worauf Du bei Sonnenbrillen achten kannst: UV400 und CE.
Das Wichtigste in Kürze
- UV-A (315–400 Nanometer) sind die „langen“ UV-Wellen, UV-B (280–315 nm) die mittleren, UV-C (100–280 nm) die kurzen und energiereichsten.
- UV-C nimmt die Atmosphäre auf, am Boden kommt überwiegend UV-A an, dazu ein kleiner Teil UV-B.
- Der UV-Index zeigt, wie stark die UV-Strahlung ist: von 1–2 (niedrig) bis 11 und mehr (extrem).
- Bei Sonnenbrillen zählen UV400 (Gläser filtern UV-Strahlung bis 400 nm) und das CE-Zeichen, nicht die Tönung.
UV-A, UV-B und UV-C: die Wellenlängen im Überblick
UV steht für ultraviolett. Die Strahlung liegt im Spektrum direkt neben dem violetten Ende des sichtbaren Lichts, ist für uns aber unsichtbar und auch nicht als Wärme spürbar. Je nach Wellenlänge unterscheidet man drei Bereiche (1 Nanometer ist ein Millionstel Millimeter):
- UV-A (315–400 nm): der langwellige Bereich, kurz UVA oder „lange UV-Wellen“. Er macht den größten Teil der UV-Strahlung am Boden aus.
- UV-B (280–315 nm): der mittlere Bereich, energiereicher als UV-A. Die Ozonschicht hält einen großen Teil zurück, ein kleiner Teil erreicht den Boden.
- UV-C (100–280 nm): der kurzwellige, energiereichste Bereich. Die Atmosphäre nimmt ihn vollständig auf. Künstlich entsteht UV-C etwa in Lampen zur Entkeimung.
Als Faustregel gilt: Je kürzer die Wellenlänge, desto energiereicher die Strahlung.
Wo UV-Strahlung stärker wird
Die UV-Belastung ist nicht überall und nicht zu jeder Zeit gleich:
- Sonnenstand: Mittags und im Sommer steht die Sonne hoch, dann ist die UV-Strahlung am stärksten.
- Region: Je näher am Äquator, desto stärker die UV-Strahlung. Auch im Südurlaub lohnt sich ein Blick auf die Kennzeichnung der Sonnenbrille.
- Höhe: Im Gebirge nimmt die UV-Strahlung zu, weil die Luftschicht darüber dünner ist.
- Reflexion: Schnee, Wasser und heller Sand werfen UV-Strahlung zurück. Deshalb kann es auch im Winter im Schnee viel UV geben, mehr dazu im Ratgeber zur Skibrille.
- Wolken: Sie lassen einen Teil der UV-Strahlung durch. Auch an bewölkten Tagen ist die Belastung nicht null.
Der UV-Index: Wie stark ist die UV-Strahlung heute?
Der UV-Index ist eine international einheitliche Skala für die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung. Je höher der Wert, desto stärker die Strahlung. Du findest ihn in vielen Wetter-Apps und beim Wetterdienst, auch als Prognose für morgen.
- 1–2: niedrig
- 3–5: mäßig
- 6–7: hoch
- 8–10: sehr hoch
- ab 11: extrem
Ab einem UV-Index von 3 raten Gesundheitsbehörden zu Schutzmaßnahmen, etwa zu Schatten, bedeckender Kleidung und Sonnenschutzmitteln für die Haut. Bei hohen Werten lohnt sich auch ein Blick auf Deine Sonnenbrille: Hat sie UV400 und CE?
Wie wirkt UV-Strahlung auf Haut und Augen?
UV-Strahlung wirkt auf Haut und Augen. Wie tief sie eindringt, hängt von der Wellenlänge ab: UV-A dringt tiefer ein als UV-B. Zu viel UV-Strahlung kann die Haut schädigen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft UV-Strahlung als krebserregend für den Menschen ein, die natürliche Strahlung der Sonne ebenso wie künstliche UV-Strahlung etwa aus Solarien.
An den Augen kann zu viel UV-Strahlung Hornhaut und Bindehaut reizen. Fachleute sprechen von Photokeratitis, im Schnee auch von Schneeblindheit. Die Beschwerden treten oft erst Stunden später auf. Langfristig wird UV-Belastung außerdem als ein Risikofaktor für die Trübung der Augenlinse (Grauer Star) genannt. Hast Du nach viel Sonne gerötete, schmerzende oder lichtempfindliche Augen, lass sie ärztlich abklären.
UV400, CE und Filterkategorie: Worauf es bei Sonnenbrillen ankommt
- UV400: Die Gläser filtern UV-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern, also UV-A und UV-B.
- CE-Zeichen: Die Brille erfüllt die europäischen Anforderungen an Sonnenbrillen (Norm EN ISO 12312-1). Dazu gehört die Filterkategorie, meist innen am Bügel, etwa „Cat. 3“.
- Tönung: Sie sagt, wie viel sichtbares Licht durchkommt, nicht, wie viel UV-Strahlung. Auch helle Gläser können UV400 haben, und dunkle Gläser ohne UV-Filter lassen UV-Strahlung durch. Die Kategorien reichen von 0 (fast klar) bis 4 (extrem dunkel). Kategorie 4 ist nicht für den Straßenverkehr geeignet, im Alltag passen meist Kategorie 2 oder 3.
- Gläser mit Sehstärke: Frag Deinen Optiker, ob der UV-Filter auch nach dem Anpassen der Gläser bis 400 Nanometer reicht.
- Fassung und Glasfarbe: Eine gut sitzende, leicht gebogene Fassung lässt weniger Licht von der Seite ins Auge. Graue, braune und grüne Töne lassen Farben natürlich wirken.
Fehlen die Kennzeichnungen, etwa bei Brillen vom Strandverkauf oder aus unklarer Quelle, ist der UV-Schutz ungewiss. Wie viel UV-Strahlung eine Brille durchlässt, kann ein Optiker mit einem Messgerät prüfen. Wie Du Original und Fälschung unterscheidest, steht im Ratgeber Original oder Fake? So erkennst Du gefälschte Brillen. Mehr zu Qualität und Filterkategorien steht in Günstige Sonnenbrillen mit gutem UV-Schutz.
Sonnenbrillen gibt es in vielen Formen, aktuell unter anderem von Ray-Ban, Oakley, Prada, Miu Miu und Gucci. Die Angaben zu UV-Schutz und Filterkategorie siehst Du Dir beim jeweiligen Modell an.
Oakley EYEJACKET REDUX (OO9438 943805)139,20 € P
Ray-Ban BILL (RB2198 129251)110,90 €
Miu Miu MU A51S 5AK20P299,77 €
Prada PR 65ZS ZVN09T182,12 €
Prada PR B15S 17N70R239,49 €
Miu Miu MU B07S 16K04O219,00 €
Ray-Ban CATS 5000 (RB4125 710/51)112,36 €
Prada PR 15WS 01R0A6176,88 €Häufige Fragen
Welche Wellenlänge hat Sonnenlicht?
Sonnenlicht ist ein Gemisch: UV-Strahlung (unter 400 Nanometer), sichtbares Licht (grob 400 bis 780 Nanometer) und Infrarotstrahlung (darüber).
Was sind lange UV-Wellen?
Gemeint ist UV-A mit 315 bis 400 Nanometern, die langwelligste der drei Gruppen.
In welchem Wellenlängenbereich liegt UV-Strahlung?
Der UV-Bereich reicht von 100 bis 400 Nanometern und liegt damit direkt unterhalb des sichtbaren Lichts. Er gliedert sich in UV-C, UV-B und UV-A.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.




