Blinzeln ist mehr als ein Reflex: Der Lidschlag hält die Augen feucht und gehört zugleich zur Mimik. Hier erfährst Du, wozu wir blinzeln, was Blinzeln, Augenzwinkern und verengte Augen in der Körpersprache bedeuten können und wie Augen, Brauen und Mund gemeinsam Gefühle zeigen. Einen Lügendetektor hast Du danach nicht, aber einen aufmerksameren Blick.
Das Wichtigste in Kürze
- Beim Blinzeln verteilen die Lider den Tränenfilm über das Auge. Das hält die Oberfläche feucht und glatt.
- Wie oft wir blinzeln, hängt von der Situation ab: Beim konzentrierten Lesen oder am Bildschirm meist seltener, im lebhaften Gespräch häufiger.
- Blinzeln, Augenzwinkern und verengte Augen lassen sich nur im Zusammenhang deuten. Ein einzelnes Signal beweist nichts.
- Wer zum Scharfsehen oft die Augen zusammenkneift, sollte einen Sehtest machen.
Blinzeln: Was passiert beim Lidschlag?
Bei jedem Lidschlag verteilen die Lider den Tränenfilm neu auf der Augenoberfläche. Er besteht aus drei Schichten: einer öligen Außenschicht, einer wässrigen Mittelschicht und einer schleimigen Innenschicht, die am Auge haftet. Der Tränenfilm hält die Oberfläche feucht und glatt, und das Blinzeln spült kleine Partikel weg. Ein Lidschlag dauert nur Bruchteile einer Sekunde und läuft meist unbewusst ab.
Wie oft Du blinzelst, ist individuell verschieden. Beim konzentrierten Lesen oder bei der Arbeit am Bildschirm blinzeln viele Menschen seltener, im lebhaften Gespräch häufiger. Auch Wind, Licht und Müdigkeit spielen eine Rolle. Brennende, trockene oder gerötete Augen oder ein Lid, das ohne erkennbaren Grund immer wieder zuckt, lass beim Augenarzt abklären. Das gilt auch, wenn Dir Kontaktlinsen Beschwerden machen.
Blinzeln in der Körpersprache: Was kann es bedeuten?
In der Körpersprache wird viel in den Lidschlag hineingelesen. Die folgenden Punkte sind Möglichkeiten, keine Regeln.
Häufiges Blinzeln: Psychologie und Grenzen
Häufiges Blinzeln wird oft mit Anspannung oder Nervosität in Verbindung gebracht. Verlässlich ablesen lässt sich das aber nicht, denn trockene Augen, grelles Licht, Wind oder Müdigkeit führen zum gleichen Bild. Wer viel blinzelt, ist nicht automatisch nervös oder unehrlich.
Augenzwinkern: Bedeutung
Das bewusste Augenzwinkern ist ein soziales Signal. Es kann Einverständnis, ein kleines Geheimnis, einen Scherz oder einen Flirt ausdrücken. Wie es ankommt, hängt vom Kontext und von der Kultur ab. Ein Auge zukneifen kann dagegen Skepsis oder Konzentration zeigen, etwa beim Zielen, oder einfach eine Reaktion auf grelles Licht sein.
Augen verengen: Wut, Skepsis oder Blendung?
Verengte Augen können Verschiedenes bedeuten: Wut oder Misstrauen (die Brauen wandern dabei nach unten), ein herzhaftes Lachen (die Augen werden schmal, Lachfältchen entstehen), Konzentration oder schlicht Blendung. Kneifst Du die Augen oft zusammen, um schärfer zu sehen, ist das ein guter Anlass für einen Sehtest beim Optiker oder Augenarzt.
Mimik der Augen: die sieben Grundemotionen im Gesicht
Die Augen sind nur ein Teil der Mimik, erst das Zusammenspiel von Augen, Brauen, Nase und Mund macht den Ausdruck. Viele Forschende gehen davon aus, dass sich sieben Grundemotionen in vielen Kulturen ähnlich zeigen und erkennen lassen. Ganz unumstritten ist das nicht.
- Freude: Mundwinkel und Wangen heben sich, die Augen verengen sich leicht, an den Augenwinkeln zeigen sich Lachfältchen. So unterscheidet sich ein echtes Lächeln von einem gestellten (Fake Smile). Ein Schmunzeln ist ein leises Lächeln mit geschlossenen Lippen, ein verschmitztes Lächeln hat etwas Schelmisches. Mehr dazu in Lächelnde Augen.
- Wut: Die Brauen wandern nach unten, die Augen werden schmal, die Lippen pressen sich aufeinander, der Kiefer spannt sich an.
- Ekel: Die Nase wird gerümpft, die Oberlippe hebt sich, der Mund öffnet sich leicht.
- Trauer: Die Mundwinkel sinken, die inneren Enden der Brauen ziehen sich nach oben und zusammen, die Augen glänzen feucht.
- Überraschung: Die Augen sind weit aufgerissen, die Brauen schnellen nach oben, der Mund steht leicht offen. Das ist der überraschte Blick.
- Angst: Brauen und Oberlider heben sich, die Augen sind weit geöffnet, der Kiefer spannt sich an, man blinzelt kaum.
- Verachtung: Ein Mundwinkel wird einseitig hochgezogen, der Blick wirkt abschätzig oder gelangweilt. Verwandt ist der skeptische Blick mit einer hochgezogenen Braue. Ein lasziver Blick entsteht dagegen mit halb gesenkten Lidern und langsamem Lidschlag.
Mimik deuten: Wo die Grenzen liegen
Mimik liefert Hinweise, keine Beweise. Der Zusammenhang zählt: Was wurde gerade gesagt, wie ist die Stimmung, wie gut kennst Du die Person? Je nach Kultur gelten außerdem andere Regeln, wann und wie man schaut. Ein kurzes Heben der Augenbrauen zur Begrüßung (Eyebrow Flash) ist bei Frau und Mann in vielen Kulturen üblich, bedeutet aber nicht überall dasselbe. Aus einem Gesichtsausdruck lässt sich auch nicht auf eine psychische Erkrankung schließen, etwa auf eine bipolare Störung. Das können nur Fachleute nach einem Gespräch beurteilen. Mehr zu Blicken und Anziehung steht in Love is in the eye: Wie die Augen Liebe verraten.
Wenn die Augen nichts verraten sollen
Wer seine Mimik nicht preisgeben will, versteckt die Augen gern hinter dunklen Gläsern. Achte bei Sonnenbrillen auf UV400 und das CE-Zeichen, wie Du das erkennst, steht in Günstige Sonnenbrillen mit gutem UV-Schutz. Im Alltag rahmt die Brille die Augenpartie, eine gut sitzende Fassung lässt Brauen und Augen frei. Aktuell findest Du bei den Brillen unter anderem Modelle von Ray-Ban, Oakley, Prada und Miu Miu. Welche Farben und Größen lieferbar sind, siehst Du beim jeweiligen Modell.
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Miu Miu MU 09XV 16K1O1160,00 €Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.




